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  • Uwe Dick: Zähl nicht die Tage, sei ihr Licht
  • Uwe Dick: Worte
  • Uwe Dick: Wenn ich schon kein Geld hab
  • Uwe Dick: Weiche Birnen sind leicht zu beeindrücken
  • Uwe Dick: Untenhaltungsprogramme
  • Uwe Dick: Steter Tropfen höhlt das Hirn
  • Uwe Dick: Staatsbegräbnis
  • Uwe Dick: Solidiridari
  • Uwe Dick: Reich ist, wer die Not nicht kennt
  • Uwe Dick: Nur wer denkt, irrt
  • Uwe Dick: Niemand entkommt seiner Deppoche
  • Uwe Dick: Jäger hegen Abschussgedanken
  • Uwe Dick: Heil oder Nichtheil
  • Uwe Dick: Germoney
  • Uwe Dick: Gerechtigkeit, die lobby mir
  • Uwe Dick: Führer oder später
  • Uwe Dick: Faschist los in Deutschland
  • Uwe Dick: Es ist viel wichtiger zu spüren
  • Uwe Dick: Es gibt nur wenige Selbstdenker
  • Uwe Dick: Die wenigsten kommen blöd zur Welt
  • Uwe Dick: Die Quantitäter sind meist Qualitöter
  • Uwe Dick: Die Provinz ist nur im Kopf
  • Uwe Dick: Die Lüge
  • Uwe Dick: Die Lüge lebt am besten vom Belogenen
  • Uwe Dick: Deutsches Märchen

Ein Prosagedicht von unvergleichlicher Kraft: die lange erwartete, definitiv letzte und nun abgeschlossene Ausgabe der SAUWALDPROSA.

Seit einem halben Jahrhundert schreibt Uwe Dick an der Sauwaldprosa. Seine Dichtung ist ein Urstrom aus Sprache. Sie ist Wortlava mit Glutkernen.

Das Buch ist ein mythischer Wald, denn es besteht aus mehr als 1200 Textsäulen wie Bäumen eines Prosahochwaldes. Das Buch ist Reportage, Tirade, Stachelrede, Wortkabbala, Traumprotokoll und ein unerbittliches Kreuzverhör, in das dieser poetische Rebell uns nimmt.

Uwe Dick führt lustvoll durch das verwucherte Gelände seiner Denkkunst, lässt uns an Sprachspiel, Wortmagie und an seinem Bewusstseinsstrom teilnehmen. Seine Texte sind Lese-Hörtexte, deren Tempo wie eine poetische Partitur von fern an Arno Schmidt erinnert. Aber die Entschiedenheit seines Vokabelargwohns und seiner radikalen Sprachkritik steht unverkennbar in der Tradition von Karl Kraus.

Wer die nun komplette SAUWALDPROSA liest, findet in ihr mindestens …

einen Roman – Essay – Stirnstössel – Gegenweltentwurf – Krimi – Abblitzer – Brief – Diskurs – Schimpfwortkatarakt – Lockruf – Prellwitztriller – Bannspruch – Aphorismenhagel – Phrasenkiller – Neinwurf – Sprengsatz – Gedichtkristall …

mindestens …

eine Fabel – Reportage – Foppformel – Buchempfehlung – Stachelrede – Sage – Glosse – Legende – Quarimbe – Taxime – Trunkene Litanei – Reisenote – Tirade – Anthropozentrifuge – Selbstbefragung – Predigt – Zilunde – Sience-Fiction-Szene – Fluchkette – Parabel – Verrätselung – Diaboliade – Anrufung …

mindestens …

ein Märchen – Portrait – Interview – Fußnotenmurki – Kreuzverhör – Rezept – Traumprotokoll – Maskentreiben – Drehbuch (Audiovision) – Plädoyer – Selbstgespräch – Xinophem …

Denn SAUWALDPROSA ist:

Logos statt Legos, Phantasie statt Extasy – Vielfalt statt Einfalt – Biographie statt Karriere … im allgemeinen »Unmöglich!« – »Geht doch nicht!« pp. Ein so privates wie öffentliches »Glatt widerlebt!«. Gestaltet für virtuose Leser, die fähig sind, ohne Autorität zu denken.

666 Seiten
Format: 18 x 26,5 cm
Fadengehefteter Pappband mit Bauchbinde

ISBN 978-3-8353-5291-9

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Titelseite: Na bitte! – Sonderausgabe Uwe Dick 2022

Die Sonderausgabe »Uwe Dick« unseres Mitteilungsblattes »Na bitte!« können Sie hier als PDF downloaden.

Uwe Dick steht für Denklust und sprachliche Schnellkraft. Viele seiner Wortschöpfungen – ob »Konsumwichtl«, »Synthetikbimbo« oder »Keandlbuddhist« – sind bereits Allgemeingut; der Mundfunk verbreitet seine Quintessenzen. Auch diese: »A Quintessenz is a Essenz, de ma quint, wemma lang gnua nochdenkt.« Oder: »Verklemmte lachen nicht. Sie licheln. Wenns hoch kommt, schaffen sie ein Löcheln.«

Dem Bürgerrechtler »Im Namen des Baumes/ und seines eingeborenen Sohnes,/ des Buntspechts« ist Poesie eine Lebensweise, nicht aber, wie für so manche, ein schöngeistiges Alibi im Produktionskrieg wider die Natur. Nein, sie ist »Nervenkunst, Unberechenbarkeit, Revolte gegen Todesindustrie, Amokwirtschaft, Regierungskriminalität, duckdeutsches Ja-und-Amen«.

Die Wortkonzentrate des »Sozial-Brachylogen« verstehen die meisten gut, aber oft nicht gern. Der Beziehungs- und Anspielungsreichtum seiner Notate, ihre dialektische Vernetzung (Schrift-Fallen-Stellerei), die Wechsel von affekthaltigen und bildhaften Figuren, überraschende Bewegungskurven durch Spruch und Widerspruch, »Vokabelargwohn anzuregen«, suchen den hellwachen Hörer und konzentrierten Leser. Die aber sind rar im allmächtigen Unterhaltungsfaschismus, der auf Zerstörung (von Bedenken) abzielt, auf kollektive Amnesie, Volksverblödung; die »Romanufaktur von Kiloware« nicht ausgenommen: »Legos statt Logos«, gedruckte Konversation pp.

Während die literarischen Türhüter Uwe Dicks Bücher jahrzehntelang unterschlugen, gewannen seine Rezitals ein beträchtliches Publikum. Aber unbeirrbar – auch im Erfolg – drängt er aufs »verläßliche Wort«, dem die Tat entspricht: Biographie statt Karriere. Solche Authentizität schafft soziale Bindungen, »kann herausführen aus der sogenannten »Identitätskrise«, jener vielbequatschten Ausrede für jedermann, vom saturierten Doppelkinnhead obenauf … bis zum uniformierten Mob im staatlichen Ehrenschmutz.«

»Ich bin Monarchist. Es lebe der Zaunkönig!« Dieses Nein mit Witz und Galle weiß, daß es weder mehrheitsfähig, noch lukrativ ist. Doch welche poetische Qualität ihm zuwächst, das zeigen alle Komprimate und zahlreiche Tondokumente.